{"id":2263,"date":"2012-07-23T18:59:21","date_gmt":"2012-07-23T16:59:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tagungshotels-online.de\/blog\/?p=2263"},"modified":"2012-07-23T19:03:45","modified_gmt":"2012-07-23T17:03:45","slug":"auch-im-meeting-gibt-es-eine-sitzordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tagungshotels-online.de\/blog\/2012\/07\/auch-im-meeting-gibt-es-eine-sitzordnung\/","title":{"rendered":"Menschen mit Behinderungen stehen nicht auf Mitleid &#8211; sondern auf Manieren"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Deutscher Knigge-Rat: Barrierefreiheit beginnt im Kopf<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Bonn<\/strong> \u2013 Jeder neunte Einwohner Deutschlands (9,6 Millionen) hat eine amtlich anerkannte Behinderung, davon sind 7,1 Millionen in Besitz eines Schwerbehindertenausweises. Mehr als sieben Millionen sind statistisch erfasst. Das entspricht den Einwohnerzahlen von Berlin, Hamburg, M\u00fcnchen und Frankfurt zusammen.<\/p>\n<p>\u201eDies verdeutlicht, dass Menschen mit Handicap zu unserem Alltagsleben geh\u00f6ren&#8220;, so der Deutsche Knigge-Rat (<a href=\"http:\/\/www.knigge-rat.de\" target=\"_blank\">www.knigge-rat.de<\/a>), der sich bei seiner letzten Sitzung mit den Defiziten und den Ber\u00fchrungs\u00e4ngsten der Gesellschaft im Umgang mit Behinderungen befasste. Best\u00e4rkt wurde er durch die Gold-Medaillengewinnerin der paralympischen Spiele von Barcelona (1992), der querschnittgel\u00e4hmten Rollstuhlfechterin Esther Weber.<\/p>\n<p><strong>Sprachliche Sorgfalt<\/strong><br \/>\nEsther Weber pl\u00e4diert f\u00fcr sprachliche Sorgfalt. Der Begriff \u201eBehinderte\u201c sei unpassend und h\u00e4ufig verletzend. Besser sei es stattdessen, von \u201eMenschen mit Handicap\u201c zu sprechen. Sie \u00fcberrascht mit der Aussage: \u201eIch bin nicht behindert, sondern ich werde behindert. Ich bin auch nicht an den Rollstuhl gefesselt, sondern benutze ihn, um eigenst\u00e4ndig mobil zu sein.\u201c <!--more--><\/p>\n<p><strong>Wer zuh\u00f6rt, hilft besser<\/strong><br \/>\nEines ihrer wichtigsten Anliegen sei der h\u00f6flich-nat\u00fcrliche Umgang miteinander. \u201eAuch Menschen mit einem Handicap legen Wert auf die allgemeinen Anstands- und H\u00f6flichkeitsregeln\u201c. Menschen mit Handicap wollen weder Mitleid noch \u00fcbertriebene Hilfsbereitschaft.\u201eBesonders anstrengend ist es, wenn Helfer sich aufdr\u00e4ngen und nicht zuh\u00f6ren.\u201c Schlie\u00dflich wisse der Betroffene selbst am besten, ob und wie ihm am besten zu helfen ist. Unangenehm sei es auch, wenn Fremde ungefragt in die intime Distanzzone eindringen und ihn mit den Worten \u00fcberrumpeln \u201eBrauchen Sie Hilfe\u201c. Besser und h\u00f6flicher w\u00e4re die Frage: \u201eDarf ich Ihnen zur Hand gehen?\u201c<\/p>\n<p><strong>Barrieren in den K\u00f6pfen abbauen<\/strong><br \/>\nDamit Menschen mit Behinderungen nicht l\u00e4nger durch ihre Umwelt behindert werden, m\u00fcssten vor allem die Barrieren in den K\u00f6pfen abgebaut werden, meint die 44j\u00e4hrige, die im Alter von 15 Jahren nach einem Autounfall querschnittgel\u00e4hmt wurde und trotzdem unter anderem zehn paralympische Medaillen errang.<\/p>\n<p>Barrierefreie Baulichkeiten seien eine wichtige Voraussetzung, doch damit allein sei es nicht getan. \u201eWas n\u00fctzt es, wenn man dann mit seinem Rollstuhl vor hohen Bank- oder Beh\u00f6rdenschaltern steht und von oben herunter angesprochen wird.\u201c F\u00fcr den Deutschen Knigge-Rat ist dies nur ein Beispiel daf\u00fcr, \u201ewie Denkbarrieren im Hirn Barrierefreiheit blockieren und h\u00f6fliche Umgangsformen miteinander behindern.\u201c<\/p>\n<p><strong>Der Deutsche Knigge-Rat<\/strong><br \/>\nc\/o DER GROSSE KNIGGE<br \/>\nTheodor-Heuss-Str. 2\u20134<br \/>\n53177 Bonn<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.knigge-rat.de\" target=\"_blank\">www.knigge-rat.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.stil.de\" target=\"_blank\">www.stil.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutscher Knigge-Rat: Barrierefreiheit beginnt im Kopf Bonn \u2013 Jeder neunte Einwohner Deutschlands (9,6 Millionen) hat eine amtlich anerkannte Behinderung, davon sind 7,1 Millionen in Besitz eines Schwerbehindertenausweises. 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